Einmal Mittelpunkt der (neuapostolischen) Welt

Landquart/Bad Ragaz, 2. Mai 2004: Für einmal war das benachbarte, zur neuapostolischen Kirchengemeinde Bad Ragaz gehörende Landquart der Mittelpunkt der (neuapostolischen) Welt. Stammapostel Richard Fehr, Oberhaupt der neuapostolischen Kirche, hielt heute im Veranstaltungs- und Tagungszentrum Forum im Ried einen Gottesdienst. Da in den vergangenen Tagen am Sitz der Neuapostolische Kirche International in Zürich eine Bezirksapostelversammlung stattfand, begleiteten alle Bezirksapostel und Bezirksapostelhelfer der Welt den Stammapostel nach Landquart.
Eingeladen zu diesem Festgottesdienst, der in den ganzen Bezirksapostelbereich Schweiz (siehe Länder und Gebiete) übertragen wurde, war der neuapostolische Kirchenbezirk Graubünden, zu dem die Gemeinde Bad Ragaz gehört, sowie einige Gemeinden aus dem benachbarten Kirchenbezirk St. Gallen.

Ein seltener Anblick hierzulande Viel Technik für die Übertragung vor dem Forum
 
Noch vor Beginn des Gottesdienstes bereitete der Stammapostel den Kindern eine Riesenfreude. Schon nach dem Aussteigen aus dem Reisecar begrüsste er einige Kinder und gab ihnen die Hand. Danach besuchte er die Kinder auch noch im extra für die Sonntagsschüler hergerichteten Jugendraum des Forums. Sätze wie "Endlich habe ich den Stammapostel auch einmal live erlebt" oder "Der Stammapostel hat mir sogar die Hand gegeben" zeigen, dass dieses Erlebnis am Rande eines grossen Festgottesdienstes bei den Kindern einen tiefen, nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.

Stammapostel bei der Ankunft Der verstärkte Bezirkschor gespannte Aufmerksamkeit
 
Als Grundlage für seine Predigt benutzte der Stammapostel das Wort aus Jakobus 1, 22: Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.
Gleich zu Beginn wies der Stammapostel auf die besondere Lage von Landquart hin, von wo viele Wege in verschiedene Richtungen durch viele Täler und an viele Orte abzweigen. Dieses Bild übertrug er auf unser Leben. Je nach Prüfungen und Anfechtungen führt auch unser Lebensweg an verschiedene Orte. Gemeinsam ist uns allen auf dem Glaubensweg: Treue führt zum herrlichen Ziel. Gott findet immer Wege, unseren Fuss den richtigen Weg gehen zu lassen. Er gab uns auch herrliche Verheissungen, die nicht nur für die damaligen Christen galten, sondern heute auch für uns:
  • Siehe, ich bin bei euch alle Tage ... (Matth. 28, 20). Egal wo wir sind, was passiert - er ist bei uns.
  • ... ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden (Johannes 16, 20)
  • Und die grösste Verheissung: ... so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass ihr seid, wo ich bin. (Johannes 14,3). Dazu meinte der Stammapostel: Der Sohn Gottes wird für niemanden zu spät kommen, aber vielleicht für den einen oder anderen zu früh.
Einige weitere Gedanken aus der Predigt des Stammapostels:
  • Wer das Wort aufnimmt, wird selig.
  • Wer nach dem Wort tut, wird selig.
  • Wer das Wort nicht tut, nicht umsetzt, betrügt sich selbst. Es ist bitter und schmerzt, wenn man irgendwann erkennt, dass man sich selbst betrogen hat.
  • Das Wort erbaut, tröstet, stärkt unseren Glauben, aus dem wir gerecht gemacht werden, ermahnt, heilt, reinigt, bringt Wachstum, schafft Freude und Reife und Friede und Dankbarkeit
  • Täter des Wortes sein bewahrt uns vor Enttäuschung. Lasst uns deshalb Täter des Wortes sein.

Bezirksapostelhelfer Schneider Bezirksapostelhelfer Sobottka Bezirksapostel Mfune (rechts)
mit Übersetzer
 
Bezirksapostelhelfer Schneider (Frankreich), der vom Stammapostel nebst dem Bezirksapostelhelfer Sobottka (Kanada) und den Bezirksaposteln Mfune (Sambia) und Saur (Deutschland) zum Mitpredigen aufgerufen wurde, erwähnte noch, dass man das vom Stammapostel erwähnte Bild der abzweigenden Wege auch so sehen kann, dass die Wege zusammen führen, vereinen, Einheit schaffen. Er erwähnte auch, dass man das Wort nicht nur hören, sondern auch verstehen, damit einverstanden sein und dann umsetzen muss.
Der Stammapostel sprach abschliessend noch ein sehr aktuelles Thema an, das heute mancherorts diskutiert wird. Er, der früher oft in Davos Ferien machte, sagte: Nähme man Davos die Berge weg, wäre Davos nicht mehr Davos. Genauso ist es mit der neuapostolischen Kirche: Nähme man ihr das Apostelamt und die Naherwartung Jesus weg, wäre die neuapostolische Kirche nicht mehr die neuapostolische Kirche! (siehe dazu auch den Artikel Was glauben neuapostolische Christen? auf unsere Website )

Einige der Bezirksapostel
und Bezirksapostelhelfer
Goldene Hochzeit: Ehepaar Albert (r)
und Ehepaar Hauri (l)
Die Gewinner des Ragazer
Preis-Bibelquiz: T. u. A. Rahne
Am Ende des Gottesdienstes erhielten die Ehepaare Martina und Luigi Albert (Apostel i.R.) sowie Alma und Heinz Hauri (der vor seiner Ruhesetzung für den Bezirk Graubünden zuständige Bischof) vom Stammapostel den Segen zur Goldenen Hochzeit.
Und ganz zum Schluss noch ein von den meisten nicht wahrgenommenes, aber für die Betroffenen doch sehr wichtiges Ereignis: Der Gewinner des Spezialpreises beim Ragazer Preis-Bibelquiz, Tobias Rahne aus Erlangen (Deutschland) mit Ehefrau Anja wohnten auf einem Ehrenplatz nur wenige Meter vom Altar entfernt diesem Gottesdienst bei. Das richtige Erlebnis zur richtigen Zeit, meinten sie nach dem Gottesdienst.
Anmerkung vom 23. Juli 2004: In der neuapostolischen Zeitschrift Unsere Familie Nr. 14/2004 vom 20. Juli 2004 ist ein ausführlicher Bericht über diesen Gottesdienst erschienen.

(Fotos/Copyright René Müntener, Bad Ragaz)







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