Seelsorge an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Die Unterrichtung und seelsorgerische Betreuung - speziell diejenige von
Kindern und Jugendlichen - ist ein wichtiger Teil der kirchlichen Tätigkeiten.
Dabei wird auch die Gemeinschaft gepflegt und der Zusammenhalt gefördert.
Die einzelnen Unterrichts- und Betreuungsarten von den Kleinkindern bis zu den
Erwachsenen sind hier kurz dargestellt:
-
Vorsonntagschule und Sonntagschule
Erschrecken Sie nicht, wenn es nach dem gemeinsamen Beginn des Gottesdienstes etwas lauter wird. Diese ungewohnte Geräuschkulisse wird manchmal von den Kindern verursacht, wenn sie voller Ungeduld in ihre Sonntagschulgruppen rennen. Denn parallel zum Gottesdienst am Sonntag besuchen die kleineren Kinder (ab 4 Jahren) die Vorsonntagschule und die grösseren (ab Schuleintritt bis Ende der 4. Klasse) die Sonntagschule. Dort lernen sie altersgerecht und daher meist spielerisch erste biblische Gegebenheiten und Ereignisse kennen. Die Sonntagschule ist aber nicht einfach nur Geschichtsunterricht, denn die Kinder lernen dort auch, dass auch sie in ihrem Alltag Gott erleben können und auf seine Hilfe vertrauen dürfen.
-
Religionsunterricht
Religionsunterricht - durchgeführt ab Eintritt in die 5. Klasse bis zum Ende der 7. Schulklasse - ist in der Schweiz ein obligatorisches Lehrfach, dessen Besuch von der Schule kontrolliert werden kann. An einem Werktag erhalten die neuapostolischen Religionsschüler vertiefte Unterweisung im Evangelium Jesu Christi und in der Apostellehre.
-
Konfirmandenunterricht
Die Konfirmation ist der Tag, an dem die Kinder von ihren Eltern die
Verantwortung für ihr Glaubensleben übernehmen. Der
Konfirmandenunterricht bereitet die Kinder ab Eintritt in die 8. Klasse bis
zum Palmsonntag in der 9. Klasse speziell auf diesen besonderen Tag vor, damit
sie befähigt sind, diese Verantwortung tragen zu können.
Auf der Website der Neuapostolischen Kirche International findet sich ein
ausführlicher Artikel zum Thema
Konfirmation.
-
Jugendgruppen
Die Angebote für Jugendliche nach der Konfirmation sind nicht mehr nach einem
festen Lehrplan gestaltet. Im Mittelpunkt stehen vielmehr Jugendabende mit
vielfältigen Diskussionsthemen sowie auch Jugendgottesdienste, aber auch
musikalische Aktivitäten wie Jugendchor oder Jugendorchester. Begleitet werden
sie dabei von Jugendseelsorgern, mit denen sie auch Fragen des Glaubens oder
bevorstehende Entscheidungen wie z.B. eine Berufswahl besprechen können.
Aber selbstverständlich gibt's in den Jugendgruppen auch Action: Selbst
geplante und organisierte Ausflüge wie z.B. ein Ski- oder Schlitteltag,
ein Pizzaessen oder ein Fondueplausch und viele weitere Freizeitaktivitäten wie
Sport, Gamen usw. nehmen bei den Jugendlichen natürlich einen wichtigen Platz ein.
Manche der Jungen engagieren sich jedoch auch bei der Betreuung von Kranken,
Behinderten und Betagten. Begeistert machen viele mit bei Projekten und Aktionen
zur Unterstützung von Bedürftigen in Missionsgebieten.
-
Erwachsene
Den Erwachsenen dienen in erster Linie die Gottesdienste zur seelischen Stärkung. Darüber hinaus darf jeder neuapostolische Christ auch seelsorgerische Betreuung ausserhalb der Gottesdienste in Anspruch nehmen. Sie erfolgt meist durch den sogenannten Hauspriester. Er besucht die Anvertrauten auch zuhause, wo allgemeine oder spezielle Glaubensfragen, aber auch alltägliche natürliche Sorgen und Anliegen im Familienkreis oder unter vier Augen besprochen werden können.
Der Hauspriester steht jedoch auch sonst für Gespräche und Hilfestellung zur Verfügung. Speziell bei Fragen der körperlichen und psychischen Gesundheit wird er Ratsuchende natürlich an entsprechend ausgebildete Fachpersonen oder Organisationen ausserhalb der neuapostolischen Kirche verweisen, ihnen jedoch mit seelsorgerischem Beistand weiter zur Seite stehen.
© 2003-2006 Neuapostolische Kirche Bad Ragaz (NAK Bad Ragaz)
Letzte Änderung: 19.02.2004
|